Neue Rekord-Mieten in Großstädten – was tun?

Mieterhöhung erhalten?
Jetzt Mietproblem schildern und kostenloses Mietschutz-Angebot erhalten.
weiter
zuverlässig · unverbindlich · schnell
Von Daria Krauzowicz

Intro

Lese in diesem Ratgeber:

Mieterhöhung erhalten?
Jetzt Mietproblem schildern und kostenloses Mietschutz-Angebot erhalten.
Mieterhöhung erhalten?
Jetzt Mietproblem schildern und kostenloses Mietschutz-Angebot erhalten.

Sage mir, wo du wohnst und ich sage dir wie viel du verdienst… Dazu ist es schon fast gekommen. Die Mieten in vielen Großstädten haben sich auf ein historisches (hohes) Niveau eingependelt. In den letzten fünf Jahren sind insbesondere die Mieten in den Großstädten um teilweise mehr als fünf Euro pro Quadratmeter gestiegen. Und dies gilt nicht mehr nur für Frankfurt oder München, auch Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf und Stuttgart werden langsam für viele unbezahlbar. Vor ein einigen Monaten wurde sogar ein neuer gruseliger Höchstpreis erreicht. In München wurde für eine größere Wohnung über 10.000 Euro pro Monat an Miete verlangt. Wie ist es dazu gekommen, wo ist es am teuersten zu wohnen und was können wir tun?


Wie sind wir so weit gekommen?

Die erste logische Antwort dafür ist die Wohnungsknappheit. Die absurden Mieten werden bezahlt, weil einfach die Alternativen fehlen. Nicht selten spielen sich Szenen wie diese ab: Hunderte Menschen, die um ein Besichtigungstermin kämpfen, andere die seit Monaten auf der Suche sind. Dazu kommt die Tatsache, dass Deutschland das Mieterland Nummer 1 in der EU ist. 2019 lebte fast die Hälfte der Bevölkerung (49%) hierzulande zur Miete. Das war der höchste Wert in der EU. (Quelle) Auch die Pandemie hat nicht dazu geführt, dass die Preise gesunken sind. Auch wenn die Nachfrage im März-April nicht angestiegen ist, gilt dies nicht für die Preise: Die nicht vom Berliner Mietendeckel betroffenen Neubauten stiegen auf durchschnittlich 12,25 Euro pro Quadratmeter in Standard- sowie 14 Euro pro Quadratmeter in Vorzugslagen, ca. 4% mehr als vor 9 Monaten. (Quelle) In einer Studie von PwC sehen viele Befragten die Verantwortung dafür, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, bei der Politik. Zwar sagt gut jeder Zweite (55 Prozent), dass die Politik zu spät reagiert habe, aber als Hauptgrund für die prekäre Situation auf dem Wohnungsmarkt sehen 58 Prozent der Berufstätigen, dass der Schwerpunkt von Investoren auf dem Luxussegment liegt. Schuld an den hohen Mieten geben die Befragten zunehmend auch der Gentrifizierung: 57 Prozent sind der Meinung, dass im Zuge von Sanierungen ein Verdrängungswettbewerb stattfindet, bei dem die weniger wohlhabenden Mieter den Vermögenden Platz machen müssen. (Quelle) Hier noch eine letzte wichtige Zahl: Rund 14 % der Bevölkerung in Deutschland lebten 2018 in Haushalten, die durch Wohn­kosten überbelastet waren, das heißt, sie mussten mehr als 40 % ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen ausgeben. (Quelle) Ist das die Zukunft für uns alle?



Die meist unbezahlbare Städte in Deutschland

So sieht die Liste von Städten mit den höchsten Mietpreisen für Wohnungen in Deutschland im 2. Quartal 2020 aus:

Statistik: Städte mit den höchsten Mietpreisen für Wohnungen in Deutschland im 2. Quartal 2020 (in Euro pro Quadratmeter) | Statista

Dazu muss man aber auch sagen, dass es teilweise sehr schwer oder fast unmöglich ist, einen Durchschnittswert für die Mieten in Großstädten zu ermitteln. Es existieren zum Teil extreme Abweichungen, je nachdem, in welcher Stadt oder Region man sucht. Die Vergleichsmiete zu berechnen ist dementsprechend auch nicht immer einfach. Das Problem dabei ist zum Beispiel, dass der Mietspiegel nur bis zu einer Fläche von maximal 160 Quadratmetern reicht (München). Das bedeutet, dass es im Grunde bei der oben genannten 220 Quadratmeter großen Wohnung für 10.120€ kaum möglich ist, eine aussagekräftige Vergleichsmiete zu ermitteln.


Was können wir tun?

Was soll man nun bei der zunehmenden Verrücktheit auf dem Wohnungsmarkt tun? Erstmal Ruhe bewahren. Es gibt zunehmend neue Mechanismen, die uns gesetzlich davor schützen sollen, dass solche Mieten verlangt werden können. Zum einen gibt es den Mietendeckel in Berlin. Für rund 1,5 Millionen Berliner Mietwohnungen wurden die Mieten auf dem Stand vom 18. Juni 2019 eingefroren. Das sind ca 90 Prozent des gesamten Wohnbestands in Berlin. Die Mieten dürfen ab dem übernächsten Jahr höchstens um 1,3 Prozent jährlich steigen. Zum anderen gibt es noch die Tabelle mit Mietspiegelwerten für die Wohnungen aus den Jahren vor 2013. Mehr Info dazu findest du hier. Auch die Mietpreisbremse kann hilfreich sein. Diese gilt in den meisten deutschen Städten. Die Mietpreisbremse besagt, dass bei Vermietung von Wohnungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt die Miete höchstens 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Das ganze einfach erklärt gibt es hier.


Digitaler Mieterschutz

Innerhalb unserer Mitgliedschaft kannst du durch unsere, im Mietrecht erfahrenen Partneranwälte, zu deiner Miethöhe, der Mietpreisbremse und dem Mietendeckel rechtlich beraten werden. Wir verfolgen das Ziel, nach Möglichkeit eine außergerichtliche Problemlösung herbeizuführen. Sollte das nicht möglich sein, steht es dir natürlich frei, über den Gerichtsweg die Höhe deiner Miete zu monieren. Ob dies in deinem Fall sinnvoll ist und alle weiteren Fragen, beantworten dir unsere Partneranwälte gerne. Wenn du das wünschst, setzen sie auch direkt Schreiben an deinen Vermieter auf, um deinem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen. Du hast mehr Rechte, als du glaubst!


Info: Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Frag jetzt unsere Partneranwälte um Rat.