Was ist die Nebenkostenpauschale und ob es sich lohnt

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von Daria Krauzowicz

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In diesem Ratgeber finden Sie:

Lassen Sie Ihre Nebenkosten prüfen!
Mitglieder sparen durchschnittlich 300 Euro bei Fehlern in der Nebenkostenabrechnung.
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Dass Nebenkosten bezahlt werden müssen, ist den meisten Mietern bewusst. Normalerweise werden die Kosten in Form einer monatlichen Vorauszahlung gemeinsam mit der Miete gezahlt. Extra kommt auch die jährliche Nebenkostenabrechnung dazu, um die mögliche Unterschiede anzupassen. Es gibt allerdings noch eine andere Variante der Nebenkosten zu bezahlen, die sogenannte die Nebenkostenpauschale. Wie das funktioniert und ob es sich überhaupt lohnt, erklären wir in diesem Ratgeber.



Was ist die Nebenkostenpauschale?

Die Nebenkostenpauschale ist ein vereinbarter fester Betrag, der gemeinsam mit der Miete an den Vermieter entrichtet wird. So werden die Nebenkosten bezahlt, man bekommt keine Nebenkostenabrechnung am Ende des Jahres und es kann auch nicht zu einer Nachzahlung kommen. Die Nebenkostenpauschale muss unbedingt im Mietvertrag festgehalten werden. Falls weder eine Vereinbarung, eine Nebenkostenpauschale, noch eine Vorauszahlung festgelegt ist, müssen Mieter die Nebenkosten nicht tragen. Eine solche Abmachung, Vorauszahlung oder Pauschale muss explizit im Mietvertrag benannt und somit auch vereinbart werden.


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Was ist das Unterschied zwischen Nebenkostenvorauszahlung und Nebenkosten- pauschale?

Bei der Nebenkostenpauschale handelt es sich genauso wie bei der Nebenkostenvorauszahlung um einen festen Betrag, der für die ausgewiesenen umzulegenden Nebenkosten vom Mieter an den Vermieter zu zahlen ist. Der Unterschied ist eben lediglich, dass es sich um eine Pauschale, unabhängig von den tatsächlich genutzten Nebenkosten handelt, die keine Nebenkostenabrechnung erfordert. Weder eine Nachzahlung, noch eine Guthabenauszahlung sind möglich.


Wie hoch kann die Nebenkostenpauschale sein?

Die Kosten, die durch eine Nebenkostenpauschale abgedeckt sind, dürfen nur die umlagefähigen Betriebskosten beinhalten. Wie hoch die Kosten bei einer Nebenkostenpauschale genau sein dürfen, ist gesetzlich nicht weiter definiert. Laut Gesetz dürfen die Betriebskosten als Vorauszahlung oder Pauschale nur in „angemessener Höhe“ angesetzt werden. Vermieter müssen sich bei der Pauschale also an Vergleichswerte der Vormieter oder, wenn diese nicht vorliegen, an dem Betriebskostenspiegel orientieren, damit ein angemessener Betrag ermittelt werden kann.


Lohnt sich die Nebenkostenpauschale für Mieter?

Die Nebenkostenpauschale bringt einige Vorteile für Mieter mit sich: Keine Nebenkostenabrechnung, keine Änderung der monatlichen Nebenkostenbeträge und auch keine Nachzahlungen. Es kann aber auch nachteilig werden: eine Guthabenauszahlung ist genauso wenig möglich, falls man doch zu viel gezahlt hat. Grundsätzlich wird die Nebenkostenpauschale nur in Einzelfällen verwendet, denn sie bringt durch ihre Unflexibilität noch weitere Nachteile mit. So lohnt sich zum Beispiel ein sparsamer Umgang mit Wasser oder Heizenergie für den Mieter nicht, denn er zahlt ohnehin seine festgelegte Pauschale. Um hier Verschwendung vorzubeugen, ist in der Heizkostenverordnung festgelegt, dass Heiz- und Warmwasserkosten grundsätzlich bedarfsgenau abgerechnet werden müssen. Eine Pauschalzahlung für diese Nebenkosten ist unzulässig.


Sie haben das Gefühl, dass sie zu viele Nebenkosten zahlen?

Jede zweite Nebenkostenabrechnung ist fehlerhaft. Da geht Mietern bares Geld verloren. Die Prüfung der Nebenkosten lohnt sich für Mieter in jedem Fall: War die Abrechnung zu hoch, bekommen Sie Geld zurück. War die Abrechnung zu niedrig, müssen Sie nur den ersten (niedrigeren) Rechnungsbetrag bezahlen. Kam die Abrechnung zu spät, müssen Sie gar nichts zahlen und können gerne eine Dinner Party schmeißen. Falls Sie in der Abrechnung Zahlen finden, die Ihnen ungewöhnlich vorkommen, haben Sie das Recht alle Belege zu prüfen, die der Vermieter zur Abrechnung herangezogen hat. Wahrscheinlich haben Sie aber Besseres zu tun, als Belege durchzugehen Ein Anwalt für Mietrecht kann die Prüfung der Nebenkosten für Sie übernehmen und Ihnen damit viel Geld und Mühe ersparen. Die Prüfung der jährlichen Nebenkostenabrechnung ist in der Mitgliedschaft bei MieterEngel enthalten – ganz ohne Zusatzkosten.

Nicht vergessen: Sie können auch jederzeit unsere kostenlose Nebenkosten-KI-Kontrolle benutzen.


Info: Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Frag jetzt unsere Partneranwälte um Rat.